
Die restaurativ-prothetische Zahnheilkunde hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt und ist von einem vorwiegend prothetisch geprägten, auf den Ersatz von Zähnen ausgerichteten Fachgebiet zu einer präventiv orientierten, restaurativen Zahnheilkunde geworden. Die ganzheitliche Betrachtungsweise hat eine Verbesserung der Lebensqualität des Patienten zum Ziel. Einzelmaßnahmen werden durch ein konsequent praktiziertes, lebenslanges Betreuungskonzept ersetzt. Für den restaurativ-prothetisch tätigen Zahnarzt bedeutet das eine zunehmende Verknüpfung der Einzeldisziplinen. Implantologie, Parodontologie, Kieferorthopädie, Endodontie, ästhetische Zahnheilkunde und Funktionslehre interagieren miteinander. So werden etwa aus Implantologie, Parodontologie und Prothetik „perio-implantat-prothetische Behandlungskonzepte“. Solche Verknüpfungen erfordern ein breites Wissensspektrum und einen fundierten Überblick über die Therapiemöglichkeiten innerhalb der Einzeldisziplinen. Nur wer dieses Wissen besitzt, kann das ultimative Behandlungsziel definieren und mit dem Patienten das individuelle, patientenspezifische Behandlungsziel erarbeiten. Letzteres definiert dann den Behandlungsweg, der uns zur „restitutio ad integrum“ führen soll. Das klingt einfach, ist aber extrem komplex. Es beinhaltet die größte Schwierigkeit der restaurativ-prothetischen Zahnheilkunde und die lautet: zielsicher therapieren.
Die Mehrheit der Zahnärzte begegnet immer häufiger Behandlungssituationen, auf die sie nicht vorbereitet sind. Doch mit aufwändigen Behandlungssituationen umzugehen, kann man lernen. Will man erfolgreich sein, muss man dies sogar lernen. Universitätsstudium und Assistenzarztzeit sind ein Einstieg, aber leider noch kein Erfolgsgarant. Das Rezept heißt „Life Long Learning“. Entsprechend der Nachfrage wächst das Angebot an postgradueller Fortbildung von Jahr zu Jahr. Nach Meinung der Absolventen, ja sogar manches Dozenten ist die Qualität vieler Masterstudiengänge jedoch fragwürdig. Zu viel Theorie und Frontalunterricht, viel zu wenig Praxis. Lediglich Wiederholung des bereits bekannten universitären Lehrinhalts, zu wenig praxiserprobte und zeitgemäße Behandlungskonzepte. Zu viel Zeitaufwand und zu viel Praxisabsenz bei zu wenig Effizienz. Der Preis stört die Studenten nicht. Die nachträglich erstellte Kosten-Nutzen-Analyse sehr wohl. Man ist leider kein besserer Zahnarzt geworden. Ziel verfehlt.
Man kann es aber auch richtig machen: Ich möchte Ihre Aufmerksamkeit daher auf einen berufsbegleitenden, postgraduellen Masterstudiengang für restaurativprothetische Zahnheilkunde lenken, der genau das bietet, was sich der Praktiker erhofft. Man lernt Behandlungsziele zu definieren, strategisch im Team zu planen und zielsicher zu therapieren. Unter der Leitung von Prof. Ingrid Grunert und Prof. Rudolf Bratschko werden in freier Praxis tätige Kollegen wie Dr. Giuseppe Allais, ZA Horst Dieterich, Dr. Michael Gahlert, Dr. Arndt Happe, Dr. Johannes Heimann, Dr. Detlef Hildebrand, Dr. Gerd Körner, Dr. Antonio Signore und Dr. Günther Wiesner die praktische Umsetzung ihrer Behandlungskonzepte lehren. Von universitärer Seite werden sie von Prof. Herbert Dumfahrt, Dr. Ines Kapferer, Prof. Martin Lorenzoni, Prof. Ulrich Lotzmann und Prof. Heiner Weber unterstützt. Renommierte zahntechnische Kollegen wie Ztm. Rudi Hrdina und Ztm. Bruno Jahn werden ebenfalls in die Lehre mit einbezogen, da die Zahntechnik als Bestandteil der restaurativ-prothetischen Zahnheilkunde gesehen wird.
Die Lehrinhalte und die internationale Klasse der Dozenten überzeugen schon für sich. Die Studienorte Innsbruck (Medizinische Universität Innsbruck) und Hall (UMIT) tun ein Übriges: Die beiden Tiroler Städte bieten im Sommer wie im Winter attraktive Sportund Kulturmöglichkeiten. Für die perfekte organisatorische Umsetzung garantiert die renommierte UMIT (Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik). Die praktischen Kurse finden in den modernst ausgestatteten Kursräumen der Klinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Medizinischen Universität Innsbruck statt.
Doch nun die wirkliche Besonderheit: Alle On-Campus- Kurse sind praktischer Natur, denn der theoretische Teil des Studiums wird erstmals online (wie ein Fernstudium) abgehandelt. Diese Off-Campus-Lerneinheiten werden im zertifizierten Qualitätsstandard der Dental-Online-Community (www.dental-online-community.de) auf den heimischen Computer übertragen. So wird durch die Online-Komponente aus einem sechssemestrigen Studium bei gleicher Qualität ein viersemestriges Studium. Und jeder Aufenthalt am Campus ist durch intensive, praktische Lerneinheiten geprägt. Es wird keine Zeit vergeudet. Sogar die Prüfungen werden online realisiert. Für den Studierenden bedeutet dies deutlich weniger Absenzen aus seiner Praxis. Und das ist auch wirtschaftlich ein Gewinn.
Der UMIT Masterstudiengang für restaurativ-prothetische Zahnheilkunde vermittelt in nur vier Semestern profundes Wissen, manuelles Können und Zielsicherheit in der Therapie. Verständliche Behandlungskonzepte von Praktikern für Praktiker. Das Ganze mit universitärem Hintergrund. Wer mitmacht, wird sein restaurativ-prothetisches Können deutlich verbessern und ist fit für die zahnmedizinische Zukunft.
Univ.-Prof. DDr. Ingrid Grunert